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Experiment „Digital Supply Chain“ mit EVS im Bitkom

Wir sind durch den Consumer-Bereich in Sachen digitaler Supply Chain verwöhnt. Wir wissen durch automatisch generierte Emails zu jeder Zeit Bescheid, wo sich unser Paket befindet und wann es ankommen wird. Jeder Status der Sendung löst dabei eine weitere Mitteilung aus. „Ihr Paket wurde geliefert, wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserem Produkt“, kommt regelmäßig per SMS aufs Smartphone.

Was im B2C so toll funktioniert, stellt Unternehmen im B2B-Bereich vor große Herausforderungen. Denn hier geht es nicht um das nächste Paar Schuhe, sondern um teilweise komplexe Industrieprodukte, die über Ländergrenzen hinweg verschifft werden müssen. An diesem Logistik- und Transportwesen sind viele Unternehmen beteiligt, die mitunter ein ausgeprägtes „Silodenken“ haben.

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Die Exportverpackung Sehnde GmbH setzt schon seit vielen Jahren auf die Vernetzung von Unternehmen und investiert in die eigene Software „X-Parts Management„. Björn Scharnhorst selbst ist sehr aktiv im bitkom e.V. und treibt das Thema Digitalisierung mit allen Kräften voran. Durch seine Initiative kam es auch dazu, dass eine Sendung eines Kunden der Exportverpackung Sehnde GmbH (EVS) als Versuchsobjekt für das Experiment „Digital Supply Chain“ genutzt wurde. In diesem Experiment ging es um die Beantwortung der Frage, wie digitalisiert die globalen Lieferketten bereits sind.

Bitkom ist der Digitalverband Deutschlands. 1999 gegründet, vertreten wir heute mehr als 2.700 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, unter ihnen gut 1.000 Mittelständler, über 500 Startups und nahezu alle Global Player. Immer mehr Unternehmen, die derzeit ihre gewachsenen Geschäftsmodelle digital weiterentwickeln wollen, schließen sich quer durch alle Branchen dem Bitkom an. Es geht um die politische Flankierung datengetriebener Geschäftsmodelle, um Schutz und Sicherheit, Plattformmodelle, disruptive Technologien und die Arbeit 4.0.

Um diese Frage beantworten zu können, stellte EVS seine Kapazitäten und eine Sendung eines Kunden zur Verfügung. Mit dieser „realen“ Fracht, die nach Vancouver (Kanada) verschifft wurde, sollte eine vollständig digitale Supply Chain abgebildet werden (die detaillierte Beschreibung des Experiments finden Sie hier). Das Ergebnis verwundert wenig, denn es konnte ein vollständig digitaler Prozess abgebildet werden. Alle beteiligten Unternehmen waren gleichzeitig Mitglied des Experiments und durch die sorgfältige Planung des Projekts konnten schon im Vorfeld viele Hürden beseitigt werden.

Die Frage, die sich viele Unternehmen stellen ist:

Warum ich der Erste sein sollte, der in die Digitalisierung der Supply Chain investieren sollte?

Wir, die Exportverpackung Sehnde GmbH haben uns diese Frage auch kurz gestellt und uns dann an unser Versprechen gegenüber unseren Kunden erinnert. Wir wollen den bestmöglichen Service bieten, der die Kunden voranbringt. Die Vorteile einer digitalen Lieferkette liegen klar auf der Hand, vor allem für komplexe Industrieprojekte und so haben wir uns entschieden X-Parts Management ins Leben zu rufen. Heute, im Jahr 2020 ist die Software zwar im Einsatz, jedoch mussten wir uns eingestehen, dass die Digitalisierung der Supply Chain eine Mammut-Aufgabe ist.

X-Parts Management verknüpft Dienstleister, Spediteure und produzierende Unternehmen miteinander, jedoch bleibt auch diese Software ein Silo. Um die Vision aus dem Experiment in die Realität zu überführen bedarf es anderer Instanzen, die für einen einheitlichen Standard sorgen. Mit EDIFACT wurde gezeigt, wie ein internationaler Standard dazu beitragen kann den Austausch elektronischer Daten zu vereinheitlichen. Für die komplexe Lieferkette, mit vielen Beteiligten ist dieser Standard jedoch nicht ausreichend.

Maersk und IBM haben die Blockchain Plattform Tradelens ins Leben gerufen und damit den ersten großen Schritt in Richtung Digital Supply Chain geschaffen. Ein weiterer große Player konnte für dieses Projekt gewonnen werden (die Standard Chartered Bank), womit die Chance steigt, dass ein Standard für digitale Lieferketten geschaffen werden könnte.

Wir erweitern ständig unser Service Portfolio und möchten mit unseren Dienstleistungen unsere Kunden stärken. So übernehmen wir für einige Kunden die komplette Versandabwicklung, inkl. der Erstellung sämtlicher Dokumente. Womit wir die Anzahl der Beteiligten an der Supply Chain reduzieren, womit wir die Abwicklung einfacher, schneller und fehlerfreier gestalten.

Das Fazit aus dem Experiment ist, dass die Digitalisierung der Supply Chain noch in den Kinderschuhen steckt, die Technik und die Voraussetzungen jedoch gegeben sind. In jedem Fall waren die Erkenntnisse so interessant, dass wir dieses Experiment wiederholen werden!

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