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Kalamitätssituation in der Holzbranche

Exkurs: Was bedeutet eigentlich der Begriff “Kalamität”?
Allgemein steht der Begriff für eine schlimme, missliche Lage. In der Biologie beschreibt die Kalamität schwere Schäden in Pflanzenkulturen durch Orkane, Dürren, Insekten, Schnee oder anderen Extrem-Ereignissen.

In den letzten Wochen und Monaten wird verstärkt über die prekäre Lage der niedersächsischen Forstwirtschaft gesprochen und geschrieben. Dürre, Stürme und Borkenkäfer haben den Wäldern erheblich zugesetzt und es wird mutmaßlich noch schlimmer. Allein in den Jahren 2017 und 2018 wurden ca. 4,75 Millionen Festmeter Holz derart geschädigt, dass sie nicht mehr “optimal verwertet werden können”. Dieses Holz kann also nicht als Material für die Herstellung von Verpackungen eingesetzt werden. Es ist sogar so schlimm, dass dieses Schadholz sogar nach Asien exportiert wird! Mehr dazu gibt es hier und hier zu erfahren.

Das durch Borkenkäfer zerfressene Holz bietet nicht mehr die stabilen Eigenschaften, wie unbefallenes Holz. Die Fraßgänge der Käfer schwächen die Struktur, wodurch nicht mehr garantiert werden kann, dass die Anlagen und Maschinen auch unversehrt am Bestimmungsort eintreffen. Deshalb eignet sich das Holz für unsere Verpackungen nicht! Wir beschaffen nur “astreines” Holz, sodass wir auch weiterhin sicherstellen können, dass die Güter sicher und unversehrt den Bestimmungsort erreichen.

Durch die Kalamität sinkt jedoch der Bestand von einwandfreiem Holz und im selben Atemzug steigt dadurch der Preis erheblich. Der HPE hat die Situation in einer Zusammenfassung sehr gut beschrieben:

“Nicht nur aus Selbstverständnis und dem Ziel, ihren Kunden qualitativ hochwertige Paletten, Kisten, Kabeltrommeln und Transportverpackungen zu liefern, resultiert der besondere Qualitätsanspruch der Holzpackmittelhersteller. Im Fokus steht vor allem ist die Sicherheit all jener, die mit den Produkten tagtäglich umgehen, auch die eigenen Mitarbeiter.

Holzpaletten und -verpackungen bewegen die Welt, rund 85% des weltweiten Gütertransports erfolgt auf oder in Holzverpackungen und sichert damit wichtige Arbeitsplätze in ländlichen Regionen in der Forst- und Holzwirtschaft und bei den Kunden in allen Industrie- und Wirtschaftszweigen. Lieferketten funktionieren ohne Holzpackmittel nicht. Daher wird jede erhebliche Störung des Umlaufs von Holzpaletten und -verpackungen immense Auswirkungen auf den Warenhandel zwischen Ländern haben. Eine solche Störung könnte auch durch den Einsatz von qualitativ schlechtem Holz verursacht werden.”

Quelle: HPE

Einen Großteil der verpackten Güter versenden wir außereuropäisch, weshalb wir den folgenden Punkten besondere Beachtung schenken müssen:

  1. ausschließlicher Einsatz von ISPM 15 konformen Holz und Holzwerkstoffen
  2. einwandfreie ISPM 15 Kennzeichnung
  3. Verwendung von Holz ohne sichtbaren Insektenbefall
  4. Einforderung von Behandlungsnachweisen bei Lieferanten
  5. Zugabe der Behandlungsbelege und Zertifikate zu den Lieferpapieren
  6. Ausschluss von Behördenwillkür in Verträgen
  7. Aufteilung einer Sendung auf mehrere Bills of Lading (B/L)
  8. Meidung bestimmter Häfen
  9. Prüfen des eigenen Versicherungsschutzes

All diese zusätzlichen Arbeiten und Erfordernisse könnten in Verbindung mit der Holzverknappung dazu führen, dass die Preise in der Branche steigen. Wir, die Exportverpackung Sehnde GmbH tun alles, um diese Engpässe in Sachen Rohstoff und gestiegenem Aufwand zu kompensieren. Wenn Sie Interesse haben zu erfahren wie und was wir alles unternehmen, dann besuchen Sie uns im Rahmen unserer “X-Plore Tour“.

Wenn es weitere Informationen zur aktuellen Situation gibt, erfahren Sie es von uns!

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