PRIME – Integration menschlicher Erwartungen in digitalisierte Arbeitswelten

Der deutsche Mittelstand ist darauf angewiesen sich effizienter im globalen Markt zu positionieren und vor allem zu halten! Die Digitalisierung scheint ein greifbares Heilmittel zu sein, doch vergessen wir dabei nicht zu sehr die menschliche Komponente als Erfolgsfaktor?

Die Erfindung des Rades, der Dampfmaschine, des Computers und des Internets haben die Welt verändert und manchmal auch eine neue Epoche eingeleitet. In jedem Fall haben sie neue Maßstäbe für die Zukunft gesetzt. Glaubt man der Betriebswirtschaftslehre befinden wir uns inmitten des Zeitalters der „Industrie 4.0“. Maschinen kommunizieren über Netzwerke miteinander, der Bedarf steuert die Produktion und der komplette Lebenszyklus eines Produkts wird abgebildet – von der Idee bis zum Recycling.

Und tatsächlich sind die Möglichkeiten der Industrie 4.0 grandios. Noch nie zuvor war es einfacher die Arbeit durch Automation von Prozessen effizienter zu gestalten. Wiederkehrende Aufgaben können mittels Software in Echtzeit erledigt werden und das mit einer geringeren Fehlerquote. Und grade der deutsche Mittelstand ist auf die Steigerung der Effizienz angewiesen, um zukunftsfähig zu bleiben und nicht als träger Dinosaurier das Zeitliche zu segnen.

Stellvertretend für die Exportverpackung Sehnde GmbH engagiert sich Björn Scharnhorst in diversen Arbeits- und Fachgruppen für die Digitalisierung in Unternehmen. Die Optimierung und Automatisierung von Prozessen gehört zum stetigen EVS Mantra und zeichnet uns als innovativen Logistik-Dienstleister aus (wir wurden jüngst zu den TOP 100 innovativsten Unternehmen in Deutschland gekürt – mehr darüber lesen Sie in diesem Beitrag).

Viele Prozesse werden aber auch in absehbarer Zukunft nicht auf die Arbeit von menschlichen Fachkräften verzichten können. Gerade in der Logistik ist das Zusammenspiel von Mensch und Maschine von elementarer Bedeutung. Denn z.B. das Kommissionieren, das bedarfsgerechte Verpacken und das Erstellen von Versanddokumenten für den nationalen und internationalen Güterverkehr wird zumeist von erfahrenen Fachkräften erledigt.

Kern des Forschungsprojekts ist es, die menschliche Interaktion in sich schnell verändernden und zunehmend digitalen Prozessen zu beobachten. Da schnelle Veränderung häufig Unbehagen auslöst, ist es umso zentraler, den Faktor Mensch bestmöglich über die Gestaltung von Prozessen in eine Feedback-Schleife zu bringen und so einen sicheren Rahmen zu gewähren. Ziel aller Unternehmen ist es, Effizienz zu steigern und die menschliche Fachkraft dabei sinnvoll für alle Beteiligten einzusetzen.

Optimierung und Automatisierung. Das klingt toll und effizient. Doch dadurch wird die menschliche Zusammenarbeit und der zwischenmenschliche Austausch erheblich unter Stress gesetzt. Das untersuchen wir wissenschaftlich, um die Erkenntnisse daraus für uns und unsere Kunden gewinnbringend einsetzen zu können.

Wir wissen jedoch, dass die derzeitige Veränderung noch viel weiter geht und die Digitalisierung einen immer größeren Stellenwert in der täglichen Arbeit einnimmt. Deshalb ist ein Umdenken wichtig und notwendig. Gerade heute sind Mitarbeitende bei EVS gefragt, sich aktiv mit dem Veränderungsprozess zu beschäftigen. Er betrifft uns alle.

Genau an diesem Punkt setzt das Forschungsprojekt PRIME an und möchte Konzepte und Lösungen bieten, um diesen Change-Prozess erfolgreich in Unternehmen zu etablieren. Die Exportverpackung Sehnde GmbH ist dabei ein wichtiger Anwendungspartner für den Bereich Logistik innerhalb des Forschungskonsortiums. Wir untersuchen die Interaktion von Menschen in komplexen Prozessen. Das tun wir als Logistik-Dienstleister im Kontext mit unseren Kunden im Anlagen- und Maschinenbau.

Damit wird EVS in der Ausrichtung der Prozesse nicht nur effizienter und kann seinen Kunden entsprechende Mehrwerte bieten, sondern entwickelt sich auch nachhaltig, mit dem Menschen im Fokus.

Dieser Beitrag ist der Anfang einer Beitragsreihe, in der wir gern unsere Zwischenstände und Forschungsergebnisse mit Ihnen teilen. Wir hoffen, dass unsere Forschung dazu beiträgt, auch Ihnen wertvolle Tipps mit Blick auf die möglichen Folgen für die Zusammenarbeit bei der Digitalisierung und Automatisierung geben zu können, so dass Sie diese in Ihren Change Prozess einfließen lassen können.

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