Steffen Löschner zum Standort Anderten

Geschrieben am 20. Februar 2018 · Kategorie: News

Exportverpackung Sehnde, mit Hauptsitz in der gleichnamigen Stadt, ist ein Unternehmen mit einer langen und bewegten Historie. Die Maxime, immer den besten Service für den Kunden zu liefern, führte im vergangenen Jahr zum Bau einer neuen Halle am Standort Anderten. Christoph Griethe sprach mit dem Niederlassungsleiter Steffen Löschner über den Neubau. Hier gehts zum Video.

Herr Löschner, Sie sind seit August 2017 dabei, der Bau der Halle hat aber schon vorher begonnen. Welche Aufgaben haben Sie in der Bauphase übernommen?

Das ist richtig, ich habe nicht die vollständige Bauphase begleitet. Meine Aufgabe war es im Rahmen des Logistik-Konzepts die Ausstattung und die Platzierung von Geräten in der Halle mit der operativen Planung abzustimmen. Dazu gehört natürlich auch die Zuordnung von Lagerplätzen und das Erarbeiten eines Verkehrsfluss-Konzepts.

Warum wurde der Standort Anderten ausgewählt?

Das Grundstück in Hannover-Anderten ist seit den 70er Jahren im Besitz der Familie Scharnhorst. Nach einer ersten Expansion des Unternehmens, bot es sich jetzt an, diesen Standort zu erweitern. Zudem bietet das Grundstück eine Reserve von weiteren 8000 Quadratmetern für weitere Lager- und Büroflächen.

Bei einer Reserve von 8000 qm, wie groß ist denn dann die Halle?

Durch den Neubau am Standort Anderten haben wir die Bestandshallen um ca. 2.500 qm erweitert. Der Neubau teilt sich in zwei „Schiffe“, mit jeweils 1250 qm. Ingesamt haben wir nun um die 4000 qm reine Hallenfläche. Außerdem wurden Aufenthaltsräume für 16 Mitarbeiter aus dem Lagerbereich, sieben Büroräume für kaufmännische Angestellte, ein Besprechungsraum sowie ein Empfangsbereich neu geschaffen.

Das heißt, es wurden durch den Bau der neuen Halle Arbeitsplätze geschaffen?

Mit Abschluss des Baus wurden sechs Mitarbeiter aus Sehnde zum neuen Standort verlegt. Des weiteren ist die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen für den Standort Anderten bereits in Planung.

Die Verpackungsbranche befindet sich seit Jahren unter enormem Druck. Wie kommt es, dass Sie entgegen des Trends weitere Kapazitäten aufbauen?

Wir haben es geschafft durch unseren Kundenservice und der Entwicklung weiterer Dienstleistungen im Bereich IT und Beratung Kunden zu halten und auch neue zu gewinnen. Mit der neuen Halle in Anderten haben wir die Möglichkeit ein viel größeres Abwicklungsaufkommen zu bewältigen. Wir haben einen Teil der Produktion aus Sehnde abgezogen und nach Anderten verlegt. Somit kann vor allem der Standort Sehnde viel effizienter und effektiver arbeiten.

Können Sie durch den Bau zusätzliche Services oder Dienstleistungen anbieten?

Durch die Krankapazitäten in der Halle ist es nun möglich, auch das Handling von sehr schweren Stückgewichten zu übernehmen und Aufträge mit diesen Industriegütern abzuwickeln. Ein weiterer Vorteil ist die produktionssynchrone Versorgung eines Unternehmens in der Nähe, welche erstmalig seit dem Bau übernommen wurde. Ein weiterer Schritt in Richtung Industrie 4.0 und hin zu noch mehr Kundennutzen.

Gibt es technische Highlights?

Ja, unser Standort in Anderten ist mit vielen technischen Highlights ausgestattet. Zunächst verfügt die komplette Hallenfläche über Fußbodenheizung, um so effizient und umweltbewusst zu heizen. Außerdem arbeitet die Wärmepumpe mit der Umgebungsluft am neuen Standort. Zusätzlich zur großen Hallenfläche verfügt der neue Standort über ein großes Freilager auf dem Gelände sowie ein ausgeklügeltes LED-Beleuchtungskonzept. Eine Besonderheit sind vor allem die zwei Hallen-Brücken-Kräne mit je 25 Tonnen Traglast, die es ermöglichen, Güter bis zu 50 Tonnen Traglast unter Traverse zu bewegen. Zudem befinden sich in den Hallen zwei Kräne mit je 5 Tonnen Traglast. Auch der Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist bereits fortgeschritten. Damit haben wir die Möglichkeit sehr viel eigene Energie zu produzieren.

Herr Löschner, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen und der Exportverpackung viel Erfolg am neuen Standort!

Steffen Löschner